Was von der anderen Seite durchscheint - und was nicht
Durchscheinendes Pergament: ein Blatt und seine Rückseite
Aktualisiert 07.10.2026
Das Pergament ist dünn, und auf vielen Scans scheinen Farbe und Tinte der Rückseite durch das Blatt. Hier liegt die gespiegelte Rückseite desselben Blattes unter der Vorderseite, an den Rändern des Pergaments ausgerichtet. Der Regler macht die obere Schicht durchsichtig - so sieht man, was durchscheint und was zum Blatt selbst gehört. Die Rückseite lässt sich von Hand verschieben: mit den Reglern, durch Ziehen mit Maus oder Finger, mit den Pfeiltasten.
Wie man es liest
Die Ausrichtung ist automatisch - an Ober-, Unter- und Außenkante des Blattes vor dem schwarzen Hintergrund der Yale-Scans; der Falz wird nicht benutzt, dort ist der Stapel der Nachbarblätter zu sehen. Genauigkeit: einige Dutzend Pixel auf einem 3200 Pixel hohen Scan - genug, um zu erkennen, welcher Fleck woher kommt, nicht genug zum Messen. Faltblätter (f67-f72, f85-f90, f94-f95, f100-f102) fehlen noch: ein Scan trägt mehrere Tafeln.
Was es bringt: grüne und braune Schatten am Rand einer Vorderseite erweisen sich meist als Blätter und Wurzeln der Rückseite; was in keiner Lage mit der Rückseite zusammenfällt, ist eine Spur des Blattes selbst (ausgewaschene Farbe, Fleck, Korrektur). Eine Lesung des Textes ergibt sich daraus nicht.